1960 DHV Hampe - Werner Wolfsfellner MedizinVerlag

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1960 DHV Hampe

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Publikation/Vortrag

Wer prägte den Namen Luftrettungsdienst?
Hubschrauber-Verwendung und Luftrettungsdienst
Erich Hampe, DHV
2. Juni 1960

Vor einiger Zeit konnten wir internet-antiquarisch durch Zufall und glücklich diese Publikation aus aufgelösten und zur Vernichtung geplanten Bibliotheksbeständen erwerben. 
Denn nach breitgestreuten Umfragen war sie weder Experten oder Pionieren der Luftrettung, kenntnisreichen Buchautoren und sonstig historisch Bewanderten bekannt und sorgte für einige Aufmerksamkeit. Sogar ein ehemaliger Geschäftsführer der ADAC-Luftrettung war höchst erstaunt über die Entstehungszeit dieser Analyse.

 
1960 DHV Hampe Luftrettungsdienst Publikation


Die Schrift wirft auch ein besonderes Licht aus der Geschichte heraus auf den heutigen „Deutschen Hubschrauberverband“. Gegründet wurde dieser mit erster Eintragung ins Vereinsregister Bonn am 31. August 1959 unter dem Namen „Deutsche Gesellschaft für Hubschrauberverwendung und Luftrettungsdienst“. Vorsitzender: Erich Hampe, Präsident a. D. (Hangelar), Stellvertreter: Hans-Karl Rahmdohr (Großsachsen) und Prof. Dr. Ing. Heinrich Focke (Bremen). Die Namensänderung in „Deutscher Hubschrauberverband“ wurde am 10. August 1981 vollzogen.

Diese Veröffentlichung ist eine der ersten und wichtigsten historischen Dokumente zur nationalen und internationalen Geschichte der Luftrettung. Die begriffliche Verkürzung von Luftrettungsdienst zur heute in Deutschland gebräuchlichen – aber fast unscharfen – Luftrettung wandelte sich in der amtlichen Sprache Mitte der 80-er Jahre, beispielsweise im Bayerischen Rettungsdienstgesetz von 18. Januar 1974 heißt es noch Luftrettungsdienst. 

Erich Hampe formuliert in seinen Vorbemerkungen prägnant aber auch eigenwilliger Sprache aus der Zeit heraus die Historie der Hubschraubergeschichte und vor allem Nachkriegszeit. „Während sich in fast allen zivilisierten Staaten der Hubschrauber durchgesetzt hat und auf dem militärischen wie zivilem Gebiete in ständiger Vorwärtsentwicklung befindet, begegnet er in der Bundesrepublik einer kaum verständlichen Ablehnung. Das ist um so erstaunlicher, als der erste beitriebsreife Hubschrauber ja bekanntlich von einem deutschen Ingenieur konstruiert worden ist. Sieht man das Flugzeug in der Bundesrepublik allgemein als Spätheimkehrer an, so müßte man den Hubschrauber als Spätestheimkehrer bezeichnen, dem sogar noch das Heimatrecht bestritten oder mindestens erschwert wird …“


(aus unserem Archiv-Luftrettung)


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(16 Seiten, PDF-Datei, ca. 900 KB)
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Letzte Aktualisierung: 1. Nov. 2017

 
 
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